Cloudy’s Column: Die Sache mit dem krank sein…

kranksein

A column on being sick and how much it sucks.

…ist gar nicht so einfach. Obwohl man einfach sagen könnte: krank sein ist scheiße! Ich benutze das “sch”-Wort selten, aber in diesem Fall ist es wohl unumgänglich. Krank sein ist aber noch viel mehr, es besitzt zudem die Qualitäten des nervig sein, störend sein, erschöpfend sein, frustrierend sein und lässt einen zudem vereinsamen. Jawohl! Während alle irgendwo ihr Leben leben, Jägermeister kippen und locker flockig durch die Gegend hüpfen, hocke ich Zuhause!

Eine Klopapierrolle – Taschentücher sind in meinem Schnupfenstadium nicht mehr wirklich effektiv -, ein Pott Honig und mein Wasserkocher für Tee und Wärmflasche sind in diesen Momenten meine besten Partner. Ich bin froh, sie an meiner Seite zu haben – sie unterstützen mich, lindern meinen Schmerz und helfen mir, mich ein wenig besser zu fühlen. Alleine krank zu sein ist nämlich noch mal mehr scheiße. Merkt euch eines von der weisen und welterfahrenen Cloudy: Seid nur krank, wenn entweder eurer überaus toller und liebevoller Freund oder eure euch immer liebenden und deshalb immer liebevollen Eltern in der Nähe sind. Dann werdet ihr umsorgt, euer Köpfchen wird gestreichelt und ihr könnt so richtig schön piensig sein. Piensig sein ist super! Das ist ja auch so eine Sache beim krank sein. Bei den eigenen Eltern und dem Freund kann man piensig sein so viel man will, ja ich würde sogar behaupten, dass man sich die meiste Zeit im Piensen suhlt wie ein kleines Schweinchen im stinkendsten Dreckloch. Ist man allein, mimt man gerne mal die Starke. “Ach wo, krank sein? Ich? Nöööö! Mir geht’s super! Lasst feiern gehen!” Dass das nicht wirklich fruchtet auf lange Sicht ist natürlich klar. Ich bin auch eine unfreiwillige Verfechterin des Krankheit-Verschleppens. Was gibt’s tolleres als sechs Wochen rumschniefen, rumhüsteln und rumpiensen zu unterdrücken? Damit das dieses Mal nicht mehr passiert, bringen mir meine Liebsten frisch gepressten O-Saft vorbei, laden mich zum deftigen Eintopf ein und schicken mir liebe gesund-werden-SMS. Womit ich beim letzten weisen und welterfahrenen Punkt wäre: Wenn schon krank sein ohne Freund und ohne Eltern in der Nähe, dann sind es Freunde, die einen piensen lassen und für das körperliche und seelische Wohlergehen sorgen. Ich stemme meine Hände in die Hüfte und sage: Freunde sind die besten und krank sein kann nix!